Reportage: Ich lasse mich gerne einwickeln!

Mein absoluter Geheimtipp: Ganzkörperwickel nach Victoria Morton

Wer es glaubt… Wenn das mal kein Versprechen ist und Anreiz genug, die Sache sofort zu testen! Wie treue Leser wissen, hat ihre Autorin gerade stattlich an Gewicht verloren (und an Gesundheit gewonnen - siehe www.wellness-magazin.at, März- und April-Ausgabe), da kommt effiziente Körpermodellierung gerade recht. Also auf zu Bodywrap Vienna, Wien 7, Apollogasse 7. Empfangen werde ich von Mario Margreiter, Sportwissenschafter in spe und zertifizierter Wickeltechniker. Mutter Margit brachte Bodywrap nach Europa. “Auf einer Kreuzfahrt“, erzählt er, “fiel ihr eine extrem gut aussehende Mitreisende auf“ - die sich als die damals schon jenseits der 60 befindliche vierfache Mutter Victoria Morton entpuppte. Man kam ins Gespräch und dem Geheimnis ihres phänomenalen Aussehens auf die Spur: Goldwater! So nennt Morton ihre Minerallösung mit weißem Ton, in der die Wickelbandagen getränkt werden. Die Rezeptur, mit Wissenschaftlern entwickelt, ist ein gut gehütetes Geheimnis, bekam aber für die Zulassung in Österreich Trinkwasserqualität bescheinigt.
Das genügt mir, um mich auf die Bodywraps zu freuen

Tanz der Mumie! Gesagt getan, einige Minuten und eine exakte Vermessung meiner Umfänge später bin ich gewickelt wie eine Mumie und werde - nicht auf einer Liege geparkt, sondern habe mich für die nächsten 60 Minuten zu bewegen! Rein in den Frotteeponcho und in die warmen Patschen und los geht es mit Popo-Wackeln, Trampolinhüpfen, Steppen und Plaudern über das, was da gerade passiert. Es ist natürlich kein Fett, das ich verliere, sondern Flüssigkeit, die durch die straffe Bandagierung aus den äußeren Gewebeschichten “gepresst“ wird, jene ominösen Schlacken, an die keiner glaubt - bis er sie sieht, wenn er seinen ersten Body Wrap macht. Die trübe Flüssigkeit, die sich in den Plastiksackerln sammelt, die meine Füße und Armen umhüllen, um “Überschwemmungen“ des Studios zu verhindern, zeigt, was den Körper verschlackt: Abfallstoffe aus Blut- und Lymphzellen, Gifte, Fette, Medikamentenreste, Nikotin… “Wir verwenden Bandagen, die es der Haut erlauben zu atmen“, ergänzt Mario Margreiter, “somit erreicht man eine bessere Blutzirkulation und Gesamtresultate“. Der pH-Wert des Bodywraps rangiert im Bereich zwischen 5-6 (normaler pH-Wert der Haut).

Zentimeterstatistik. “Seit 1996 haben unsere Kunden 58.000 Zentimeter bei uns gelassen“, erzählt der Wickelexperte, und da sind meine 46 cm (!) noch gar nicht mitgerechnet, die sich aus den Vorher-Nachher-Messungen ergeben, jeweils an den selben Körperstellen, von den Armen über Bauch, Beine, Po bis zu den Waden, addiert. Irgendwie ist es wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Ich denke erstmals nicht mit großem Selbstzweifel an so manches Ball- bzw. Sommerkleid. Als könne “Mr. Wrap“ Gedanken lesen, ergänzt er: “Ist die Wunschkontur erreicht, genügt ein Wickel pro Halbjahr, um sie zu erhalten“. „Dafür ist auch eine ausgewogene Ernährung Voraussetzung“, plädiert die Ernährungswissenschaftlerin, die über das Wickeln wacht. Und: Face Taping, das Pendant fürs Gesicht, wird von zarter Frauenhand durchgeführt. Carina Matejka, zertifizierte Face-Taperin erklärt: “Zuerst werden die Falten mit elastischen Strips geglättet und danach durch Bandagen, die in Goldwater getränkt wurden, fixiert. So können wir feine Linien und Falten verfeinern, die Wangen anheben, Augen und Lippen optisch vergrößern und ein Doppelkinn verbessern.“ Hab ich, mach ich… komme wieder!

Infos: www.bodywrapvienna.at
www.facetaping.at.tf

Wien 7, Apollogasse 7/12